
Holunder
Holunder gehört zu jenen Botanicals, die nicht laut sind, sondern flüstern. Wer aufmerksam zuhört, hört umso mehr. Die kleinen weißen Blüten des Holunderstrauchs öffnen sich nur wenige Wochen im Frühsommer und tragen in dieser kurzen Zeit ein Aroma, das zwischen Honig, Muskat und feiner Süße changiert. Es ist ein Duft, den jeder kennt, der an einem warmen Junitag durch eine Wiese gegangen ist. Im Gin bringt der Holunder eine florale Eleganz, die das Destillat geschmeidiger macht, ohne es zu beschweren. Er rundet die scharfen Kanten des Wacholders ab und legt sich wie ein seidenes Tuch über die Citrusnoten. Beim Wolfgin verwenden wir Holunder mit Bedacht, weil er ein scheues Botanical ist. Zu viel, und er dominiert. Genau richtig dosiert, schenkt er dem Gin eine sanfte, fast nostalgische Tiefe, die an Großmutters Garten und sommerliche Stille erinnert. Holunder ist nicht laut, aber unvergesslich.





















