
Heidelbeere
Heidelbeeren erzählen vom Wald. Wer einmal barfuß durch ein Heidelbeerfeld gegangen ist und die ersten reifen Beeren direkt vom Strauch genascht hat, kennt diese tiefe, dunkle Süße, die nichts mit dem süßlichen Geschmack kultivierter Beeren zu tun hat. Wilde Heidelbeeren sind kleiner, intensiver und tragen ein Aroma, das zwischen Honig, Pflaume und feuchtem Waldboden schwingt. Im Gin bringt die Heidelbeere genau diese dunkle, warme Frucht. Sie legt sich als runde, samtige Schicht in das Destillat und gleicht die schärferen Botanicals harmonisch aus. Wo der Wacholder kantig wirkt, beruhigt die Heidelbeere. Wo die Zitrusschale aufhellt, verleiht die Heidelbeere Tiefe. Beim Wolfgin werden die Beeren behutsam mazeriert, damit ihre Farbe und ihr Aroma vollständig ins Destillat übergehen. Das Ergebnis ist ein Gin, der im Glas geheimnisvoll schimmert und am Gaumen wie ein Spaziergang durch einen Mischwald im August schmeckt. Erdig, fruchtig, vertraut und doch überraschend komplex.





















